
Eigenanreise
Erstmals werden die Sonntagsexkursionen zum Teil in Eigenanreise angeboten.
Die Kosten für die Anreise sind nicht im Exkursionspreis enthalten. So kann individuell gewählt werden, ob die Anreise mit dem eigenen Auto oder mit dem öffentlichen Nahverkehr erfolgt, was besonders für Besitzer des Deutschlandtickets interessant sein dürfte.
Die Anreise mit dem Zug inklusive der Auswahl der passenden Verbindungen wird dabei vom bewährten DGV-Exkursionsteam begleitet. Wir unterstützen und koordinieren auch gerne die Bildung von Fahrgemeinschaften. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Fahrgemeinschaften bilden möchten!
Bitte beachten Sie, dass die Kosten für die Anreise bei Exkursionen mit dem Vermerk „Eigenanreise“ nicht im Teilnehmerentgelt enthalten ist. Der Kauf und die Kosten der Fahrscheine obliegt der Eigenverantwortung des einzelnen Teilnehmers.
Anmeldung
Die Anmeldungen für alle Veranstaltungen werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt und durch eine Rechnung bestätigt. Ein Rücktritt ist bis sieben Tage vor dem Termin möglich.
Änderungen des Programms vorbehalten.
Veranstaltungen
Die Veranstaltungen – im Sommer Studienfahrten, im Winter Vorträge sowie je nach Anlaß Ausstellungsführungen – dienen neben der Geschichtsvermittlung auch den Kontakten und dem Austausch der Mitglieder untereinander.
Veranstaltungsprogramm
Winterprogramm 2026/27
Anmeldungen unter:
Telefon: +49 (0)211 – 89-93807
Mail: kontakt@duesseldorfer-geschichtsverein.de
Demnächst auch unter: https://www.eventbrite.com/o/dusseldorfer-geschichtsverein-e-v-121171732989
Weitere Infos: www.duesseldorfer-geschichtsverein.de und https://rausgegangen.de/duesseldorf/
Prof. Dr. Dieter Ziegler
„Nur eine Reservearmee? Weibliche Beschäftigte der Stadtsparkasse Düsseldorf vor und während des Zweiten Weltkriegs“
Frauen im Vorstand einer Sparkasse, Frauen in einer Führungsposition? Das war lange undenkbar. Seit 1914 waren Frauen bei der Stadtsparkasse Düsseldorf beschäftigt. Aber sie waren ganz unten in der betrieblichen Hierarchie. Zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft versuchte die Regierung sogar, Frauen aus dem Bürodienst wieder zu verdrängen. Das änderte sich aber bereits vor Kriegsausbruch und während des Krieges waren Frauen unverzichtbar geworden. Ende Januar 1943 waren zwei von drei aktiv Beschäftigten der Stadtsparkasse Frauen. In den letzten Kriegsmonaten waren Männer nur noch vereinzelt den Büros der Stadtsparkasse zu finden. Konnten die Frauen diese Situation für sich nutzen und ihre Aufstiegschancen verbessern?
| Datum, Uhrzeit | 28.10.2026 18:00 |
Dr. Friederike Sattler
„Zwischen nationalsozialistischer Verfolgung und bundesdeutschen Wiedergutmachungsversuchen: Die jüdischen Kunden der Stadtsparkasse Düsseldorf“
Welche Rolle spielte die Stadtsparkasse Düsseldorf bei der Verdrängung der Juden aus dem Wirtschaftsleben der Stadt?
Ausgehend von einer neuen Studie zur Geschichte der Stadtsparkasse zwischen Inflation und Wirtschaftswunder (1924 bis 1958) geht der Vortrag der Frage nach, wie sie mit ihren jüdischen Kundinnen und Kunden umging. In welchem Maß war sie an der „Arisierung“ von Gewerbe und Immobilien beteiligt?
Ließ sie sich widerstrebend oder übereifrig als Erfüllungsgehilfin der Finanzverwaltung beim Einzug jüdischer Vermögen zugunsten des Deutschen Reichs instrumentalisieren?
Und welchen Beitrag leistete sie später zu den Bemühungen um Wiedergutmachung?
| Datum, Uhrzeit | 01.12.2026 18:00 |
Dr. Christof Krieger
Mit 'Kraft durch Freude' von Düsseldorf an die Mosel
Wohl nichts ist als die vermeintlich „gute Seite“ des Hitlerstaates so prägnant in der kollektiven Erinnerung verhaftet, wie das nationalsozialistische „Feierabendwerk“ der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“.
Tatsächlich bedeuteten die vom gigantomanischen Organisationsdrang des NS-Regimes initiierten preisgünstigen Land- und Seereisen einen wichtigen Entwicklungsschritt hin zum Massentourismus unserer Tage.
Doch ging es den Nazis dabei tatsächlich nur um harmlose Urlaubsfreuden, die die Arbeitskraft der Volksgenossen erhalten und stärken sollten oder steckte doch mehr dahinter?
Welche Zwecke verfolgte das NS-Regime wirklich mit seinen unter dem Signum des Hakenkreuzes millionenfach organisierten Gruppenreisen?
| Datum, Uhrzeit | 11.01.2027 18:00 |
Dr. Julia Lederle-Wintgens
Führung durch die Ausstellung:
Der Aufbau der GeSoLei – dokumentiert in Fotos von Julius Söhn
1926 wurde in Düsseldorf die Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (GeSoLei ) gezeigt.
Neben den bekannten festen Bauten wie Ehrenhof, Rheinterrassen und heutige Tonhalle, die damals anlässlich der Ausstellung entstanden, wurden auch unzählige temporäre Bauten auf dem großen Ausstellungsgelände, das den heutigen Rheinpark einschloss, errichtet.
Das LVR-Zentrum für Medien und Bildung und das Stadtarchiv der Landeshauptstadt Düsseldorf zeigen erstmals gemeinsam Bilder des Düsseldorfer Fotografen Julius Söhn, die die Bauphase der temporären und permanenten Ausstellungsgebäude dokumentieren.
| Datum, Uhrzeit | 24.02.2027 18:00 |
Politische Säuberungen und Arisierungen an der Düsseldorfer Kunstakademie.
Der Fall Edwin Scharff
Edwin Scharff war einer der prominentesten Bildhauer der Weimarer Republik. Seit 1919 hatte eine Professur in Berlin inne.
Nach der NS-Machtübernahme 1933 wurde er suspendiert, dann aber auf die gesäuberte Stelle von Ewald Mataré an die Düsseldorfer Akademie versetzt.
1937 schuf er die beiden „Rossebändiger“ für die Ausstellung „Schaffendes Volk“, die heute noch vor dem Aquazoo stehen.
Gleichzeitig geriet er erneut in Kritik und wurde schließlich entlassen.
Am Fall Scharff zeigt sich, wie in den nationalsozialistischen Säuberungen und Arisierungen die Konflikte zwischen der völkischen Kunstreaktion und einem modernen Flügel innerhalb der NS-Kulturpolitik ausgetragen wurden.
| Datum, Uhrzeit | 08.03.2027 19:00 |